Wie klingt eine Melodie der Sehn-Sucht?

Ein surrealer Schlußakkord ...


Ihre erste kurze Erzählung, "Brachmond", wurde 1998 teils überschwänglich gelobt, teils bitter verrissen. Auch die folgende kleine Erzählung "Sternwerdungssage" wurde in 2002 in einigen Zeitungen und Rundfunk sehr unterschiedlich besprochen.

2010 - nach sieben stillen Jahren in der Manuskript-Schublade der Autorin - wurde im Nachttischbuch-Verlag gleichwohl eine dritte, wiederum surreale Kurzerzählung auf deren Anfrage hin veröffentlicht, ihre letzte: SALZFLUT.

Der Horlemann-Verlag war so kühn, diese drei Erzählungen nochmal zu einer "Triologie" mit dem total tollen Titel "Windschrift Nord" zum 3 für 1 Sparpreis abzubinden - Respekt vor so viel verlegerischer Courage, zumal die spontane Veröffentlichung der viele Jahre alten Manuskripte  lange brach lag, weil wesentliche Rechtefragen lieber gar nicht geklärt waren.


Autorin Nikola Anne Mehlhorn, fotografiert von Franklin Hollander im Auftrag des NACHTTISCHBUCH-Verlages im November 2009 (Copyright, Nutzung entgeltpflichtig und nur nach vorheriger schriftlicher Erlaubnis: Nachttischbuch-Verlag, Berlin 2010, info[at]nachttischbuch.de)
Nikola Anne Mehlhorn, nahe dem Landgericht Hamburg
Nikola Anne Mehlhorn studierte Musik in Hannover, Essen und Köln. 1995 schloss sie als Hornistin an der Hochschule für Musik Köln ab. 2008 studierte sie in Hamburg kurz auch „Kultur- und Medienmanagement“, ohne Abschluss, und arbeitete ab 2009 - mit Mutterschaftsunterbrechung - im Bereich „Akademische Musikpflege“ an der Universität Hamburg.

Frau Mehlhorn wurde 2000 mit dem niederdeutschen Friedrich-Hebbel-Preis bedacht. 2015 wurde sie Kulturpreisträgerin des Kreises Pinneberg.

Sie erhielt zudem zahlreiche Stipendien zur Förderung der Schaffenskraft, so 1995 den "Literaturförderpreis" der Freien und Hansestadt Hamburg und 2000 ein Stipendium der Arno-Schmidt-Stiftung sowie 2001 ein Heinrich-Heine-Stipendium.

Bestellen können Sie Salzflut online bei Books on Demand und es wird für Sie persönlich sofort gedruckt oder wenn Sie es nicht ganz so eilig haben gleich hier, rund um die Uhr: in unserem Nachttischbuch-Onlineshop.

Wir senden es Ihnen für Sie kostenfrei zu. Wenden Sie sich über unsere Service-Seiten an uns, wenn Sie Lesungen mit der Autorin besuchen oder veranstalten wollen. Wir informieren Sie gern oder vermitteln.

Lesen Sie gleich hier und jetzt in der linken Spalte einige Seiten ...




Autorin Nikola Anne Mehlhorn, fotografiert von Franklin Hollander im Auftrag des NACHTTISCHBUCH-Verlages im November 2009 (Copyright, Nutzung entgeltpflichtig und nur nach vorheriger schriftlicher Erlaubnis: Nachttischbuch-Verlag, Berlin 2010, info[at]nachttischbuch.de)
Nikola Anne Mehlhorn vor der Laeiszhalle (Hamburg)

Zwischen Mythologie und Comic Strip?

Einige Kritiken zu den Veröffentlichungen ...


Die Kurzerzählung SALZFLUT aus dem Nachttischbuch-Verlag wurde bislang lediglich  im Internet besprochen - und gelobt.

Sie können die beiden Kritiken bitte nachlesen beim Literaturgeflüster und unter LiteraTopia. Viel Vergnügen beim Lesen der Rezensionen!


Über die vorangegangenen beiden Kurzerzählungen urteilten Journalisten unter anderem so:

„Nikola Anne Mehlhorn hat einen packenden, lakonischen Ton gefunden. (..) "Sternwerdungssage" wäre kaum so eindrucksvoll, fehlte ihm Mehlhorns Wortkunst. Zum gescheiten Sinnspruch tendierend, besitzen ihre knappen Sätze eine Assoziationsdichte, wie man ihr sonst nur in der Lyrik begegnet.“
Süddeutsche Zeitung

„Weisheiten von aphoristischer Schärfe (...) Weithin findet sich keine Literatur, die das Unglück des Daseins auf so knappem Raum mit solch wütender Radikalität aus das Drama des Einzelnen bezieht.“
Neue Zürcher Zeitung

„Die Autorin arbeitet mit musikalischen Motiven, Refrain, Chor und Litanei. Sie bedient sich des Fundus‘ der Mythologie und Bibelkunde, gebraucht Techniken von Comicstrip und Slapstick. (...)"
Frankfurter Rundschau

„Von einer seltsamen, kaltglitzernden, metaphern- und geschichtenschweren, dennoch ungewöhnlich leichten Parallelwelt erzählt die Hebbelpreisträgerin Nikola Anne Mehlhorn.“
Welt am Sonntag


Als Nikola Anne Mehlhorn 2013 vom schweizerischen Journalisten Juri Steiner zum Vorlesewettbewerb nach Klagenfurt/Österreich eingeladen wurde, urteilte die Jury des Bachmann-Preises über die aktuelle Arbeit der Autorin ganz anders als Juri Steiner, der wie versteinert in der Runde saß.

Im Zusammenhang mit dem Klagenfurt-Auftritt entstand ein kurzes Fernseh-Portrait der Autorin Nikola Anne Mehlhorn auf 3sat.
 

Und noch eines: Der holländische Fotograf Franklin Hollander, der gern mal als Bluesmusiker auftritt, hat die Autorin im Auftrag des Nachttischbuch-Verlages eigens für diese Buchproduktion von SALZFLUT abgelichtet.

Hollander begleitete als Porträtist und Konzertfotograf beispielsweise Ulla Meinecke und Marius Müller-Westernhagen in deren Anfängen.

Ein "Rettungsnetz", ausgerechnet vor einer "Hinrichtung?


Es war nicht schön, aber knapp, was die professionelle Jury des Bachmann-Preises über das eingereichte und vorgetragene, neuere Text-Fragment  "Requiem der Vierzigjährigen" von Nikola Anne Mehlhorn zu sagen hatte: „Das Ganze bewegt auf dem Niveau von Teebeutelsprüchen und wird im Text viel zu explizit abgehandelt, wirklich verunglückt,“ urteilte beispielsweise Meike Feßmann, Kritikerin der Süddeutschen Zeitung, des Tagesspiegels und anderer. Hildegard Elisabeth Keller meinte, da wurde ein enorm hoher Ton angeschlagen sowie ein „Tusch in Moll“. Die Essayistin Daniela Strigl argwöhnte, der Text wolle „große Gefühle vermitteln“ - das sei aber „nicht aufgegangen“. Der Essayist Burkhard Spinnen bedauerte, „das große Rettungsnetz“ nicht aufspannen zu können. Das Scheitern (...) sei wohl interessant. Aber „das Scheitern auf hohem Niveau“ umso bitterer, wenn alles in eine „Mittelstandswelt“ abgleite. Der bekannte Deutschlandfunk-Kritiker Hubert Winkels schließlich mochte schon gar nichts mehr sagen: „Ich denke es ist alles gesagt worden. Es muss nicht von jedem gesagt werden.“
Damit hatte der live übertragende Österreichische Rundfunk (ORF) allerdings ein Problem, denn er musste die peinlich entstandene minutenlange Pause irgendwie überbrücken. Hier können Sie die Kritik im Detail lesen.

Nikola Anne Mehlhorn schrieb in der Schleswig-Holsteinische Zeitung (SHZ) 2013 übrigens über „Das Klagenfurter Grauen“ und ihre ansonsten hier und da immer noch gepriesene Einladung zum Ingeborg-Bachmann-Preis: „Ungewöhnlich, bereits vor der Hinrichtung Kontakt zu seinen Henkern zu haben (...) Sobald die Kameras laufen: ON - Zack - Kopf ab. (...) Mit Kritik hatte ich gerechnet - nicht aber mit einer literarischen Hinrichtung! (...) Sprachgerichtshof. Frage ist, wer dort Klagen einreichen kann? Juroren? Leser? Auch Autoren?“

Immerhin fand die Kopflose doch noch von sich selbst ergriffene Worte für das Wedel-Schulauer Tageblatt: „Ich habe nicht damit gerechnet, hingerichtet zu werden.“

Allerdings blieb der - womöglich von "Henkern des Sprachgerichtshofs" missgedeutete - Text der Autorin bislang unveröffentlicht.








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